
Premiere: Sa 20. Juni, 21.30 Uhr
Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten am Stachus
“ik spek menkenspak”
Installation und Theaterstück
Eva Löbau, die Mutter der Bairishen Geisha sitzt im Kunstpavillon und mistet aus. Ihre beiden Töchter wollen nicht mehr mit ihr im Trio arbeiten, deswegen ist sie jetzt Solo. Auf Druck des Arbeitsamtes soll sie Urmenschen-Darstellerin im Museum für Mensch und Natur werden. Das deckt sich mit ihrer Vorstellung einer gescheiterten Existenz.
Doch die berufliche Niederlage wird zum befreienden Neuanfang: Erdverbunden, reinen Ursprungs will sie sich jetzt ganz ernsthaft als Neandertaler neu erfinden.
Aber dann ist da der Andere, der stört.
Ein Stück über Neandertaler und Sackgassen und Neandertalerdarsteller in Sackgassen.
von und mit Eva Löbau, Martin Clausen, Judith Huber
Dramaturgie: Charlotte Pfeifer
Szenographie: Markus Grob
Kostüme: Detlev Diehm,
Musik: Pascal Fuhlbrügge
Masken & Artefakte: Muriel Nestler
Licht: Igor Belaga, Hannes Gambeck,
Film: Nikolai von Graevenitz / Sonja Heiss,
Filmdarstellerinnen: Amelie Bromm, Anna Stiglbrunner
Foto: Daniel Kraus
Produktion/Redaktion: Katrin Dollinger
Presse: Christiane Pfau
Premiere: Sa 20. Juni 2009, 21.30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
So 21., Mi 24., Do 25., Fr 26., Sa 27. Juni,
Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten am Stachus
Sophienstr. 7a, 80333 München
Öffentliche Proben des Stücks:
8.-19. Juni, Di.-Sa. 13:00-19:00 Uhr, So. 11:00-17:00 Uhr
Vorprogramm:
Samstag, 6. Juni, 19:00 Uhr
Vernissage Jörg Besser: szenische Prospekte
Der Künstler studiert an der Akademie der Bildenden Künste München in der Malereiklasse von Prof. Anke Doberauer und besuchte zuvor auch die Bühnenbildklasse von Prof. Ezio Toffolutti. Hier zeigt er »Höhlenmalerei« auf 350 m².
Mittwoch, 10. Juni, 19:00 Uhr Eintritt: 5€ / 8€
Archäotechnische Aktion von Wulf Hein / Präsentation Neandertaler-Sammlung von Muriel Nestler
Wulf Hein ist Experte auf dem Gebiet der experimentellen Archäologie. Unter seinen Rekonstruktionen (prä)historischer Gegenstände finden sich vor allem technische Werkzeuge und Instrumenten aus Stein, Holz und Geweih, aber auch Kleidung und Musikinstrumente, die die Vorfahren der Menschen zu nutzen wussten.
Im Kunstpavillon wird Hein die Besucher in die technische Welt der Neandertaler entführen. Wie lernten unsere prähistorischen Verwandten die Urkraft des Feuers zu beherrschen? Welche Werkzeuge nutzen sie? Schufen sie Kunst?
Die Künstlerin Muriel Nestler begleitet die Produktion „ik spek menkenspak“ der Bairishen Geisha als Spezialistin der Neandertaler - Sammlung. Die Spurensuche nach dem Neandertaler produziert gleichzeitig neue Spuren, die wiederum archiviert werden. Über die Zeitdauer der Forschungen häuft Nestler Erfundenes zu Gefundenem und materialisiert so die Biographien der Gestalten des Stücks. Die Installation der Sammlung lädt ein, die Geistes -, Gedanken- und Erlebniswelt der Bewohner des Kunstpavillons zu erkunden.
Mittwoch, 17. Juni, 19:00 Uhr Eintritt: 5€ / 8€
Lecture Performance von Andreas L. Hofbauer: Über Zeugen und Zucht. Höhlenbilder
Höhlen und Ateliers haben einiges gemeinsam. Materialisierte Träume quälen sich durch ihre Nahtstellen ans Licht. Anderes wieder will sich durch diese Engpässe zurück ins Dunkel verflüchtigen. Das interessiert die Psychogeografie. Ja es könnte gar scheinen, als sei noch die „Himmelswölbung das Inn’re eines ungeheuren Schädels und wir darin seine Grillen!“ (Grabbe)
Merkwürdigen Funden ist also nachzugehen. Adolf Hitler zum Beispiel schätzte das Portrait seines Schädels nicht, den Josef Thorak in Bronze goss. Letzterer meinte dazu später: „Er hat die mangelnde Ähnlichkeit gerügt. Aber ich bin kein Porträtist. Ich habe sie künstlerisch geformt und die Charaktermerkmale des Kopfes hervorgehoben. Das waren die Kauwerkzeuge.“
Mehr Infos unter menkenspak.blogspot.com
“ik spek menkenspak” ist eine Produktion der Neandertaler GbR, Eva Löbau u.a.
Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat, des Museums für Mensch und Natur, München und der Hans-Sauer-Stiftung.In Kooperation mit dem Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten und PATHOS transport theater, München. Dank an die Firma Büchele & Götzenberger.