Die Bairishe Geisha bereitet die Projektreihe “Lost in …” vor
Mittwoch, den 21. November 2007„Lost in…” Die Zimmer der verlorenen Bedeutungen.
„Es muss zwischen Sprachen eine Kluft geben, in die alle Worte hineinstürzen.” (Yoko Tawada)
Auf geheimnisvolle Weise verschwinden täglich beim Übersetzen Bedeutungen in astronomischer Zahl, die sich in einem Niemandsland zwischen den Sprachen sammeln. Alles, was nicht übertragen, hinübergetragen werden kann, was keine neue (Sprach)-Heimat findet, alles, was noch nicht - oder nicht mehr - verstanden wird führt hier notgedrungen ein dunkel verschattetes Eigenleben.
In dieses Zwischenreich wird sich jede der drei Teehaus-Damen begeben und die Tür zu ihrem Zimmer der verlorenen Bedeutungen öffnen. Sie wird sich dem Ungewissen widmen, den feinen Nuancen zwischen „Abhandenkommen”, „Entweichen” und „Verlöschen”. Wie jeder weiß, der sich schon einmal allein im Dunklen verlaufen hat, sind in diesem Zustand alle Sinne besonders geschärft.
Die Produktion „Lost in … die Zimmer der verlorenen Bedeutungen” wird aus drei Abenden bestehen, drei Zimmern. Wie die Zimmer eines wundersamen Hotels, so sind auch die „Einzelzimmer” der Bairishen Geisha durch Tapetentüren miteinander verbunden: Was in einem Stück als Thema auftaucht, begegnet dem Zuschauer im nächsten als Variation. Elemente des Bühnenbilds schaffen ebenso Querverweise wie Gastauftritte wichtiger Bühnenfiguren. So entsteht ein „Hotel der verlorenen Bedeutungen”, das Die Bairishe Geisha gemeinsam mit ihren Gästen bewohnen wird.
Das Hotel der verlorenen Bedeutungen ist für die Saison 2008/2009 in München, dem Heimatort der Geisha, und in Brüssel, der Heimat der Übersetzung, geplant.
Die Bairishe Geisha ist für dieses Projekt noch auf der Suche nach Coproduzenten.
