Sasameyuki - Die Schwestern Makioka

Die Bairishe Geisha präsentiert:

Sasameyuki – Die Schwestern Makioka

Sase

Photo:Daniel Kraus

Produktion mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt München und Kokon, München

Konzept und Realisierung: Judith Huber, Eva Löbau, Marianne Kirch

Mit: Judith Huber, Eva Löbau, Marianne Kirch,

Taiji Tanaka, Fumio Yasui, Tomomi Suzuki

Musik: Marianne Kirch

Raum: Markus Grob

Kostüm: Detlev Diehm

Licht: Igor Belaga

Inhalt

Geishas waren einst volkstümliche Unterhalterinnen, begehrte Geschöpfe der Vergnügungsbranche, dann stiegen sie auf zu stilbildenden Kunst-Frauen und wurden schließlich zu Symbolen der japanischen Kulturtradition.

“Die Bairishe Geisha”, ein dreiköpfiges Zauberwesen aus den Münchner Performerinnen Judith Huber, Marianne Kirch und Eva Löbau, bereichert seit 1998 auch die heimatliche Kultur um die Dienstleistungen der Geisha.

Irgendwo zwischen Thomas Manns „Buddenbrooks“ und den „Drei Schwestern“ von Anton Tschechow angesiedelt ist der Familienroman „Die Schwestern Makioka“ des japanischen Schriftstellers Junichiro Tanizaki, der im 20. Jahrhundert als einer der beliebtesten Autoren von Gesellschaftsromanen in Japan galt. Seit die Bairishe Geisha vor Jahren zufällig auf dieses Werk gestoßen ist, gehört der Roman zum festen Sortiment der „Kopfkissenbücher“.

„Obgleich durch Raum und Zeit von uns entfernt, spiegelt das Schicksal der japanischen Schwestern auf seltsame Weise unser Lebensgefühl“, erklärt die Bairishe Geisha. „Das Leben als Aufenthaltsraum, in dem wir hängen bleiben, weil wir nicht entscheiden können, durch welche Tür wir abgehen sollen. Die Vergangenheit, die schöner war als alles, was je kommen kann. Die große Zukunft, die wir uns träumen, bis es zu spät für eine vernünftige Gegenwart ist.“

Der ursprünglichste Weg, einen Roman mit dem Publikum gemeinsam zu erleben, ist die Lesung.

Die Dramatisierung der „Schwestern Makioka“ durch die Bairishe Geisha beginnt im leeren Raum, am Vorlesepult. Von diesem Punkt aus entspinnt sich das Drama, dessen Figuren im Verlauf der Geschichte immer weiter Besitz von derjenigen ergreifen, die ihnen die Stimme leiht. Weiter und tiefer öffnet sich der Raum, bis schließlich die Schwestern Makioka selbst auf der Bühne, mitten in ihrem Leben stehen. Vielschichtig und ausschweifend wie der Roman wird das Bühnenstück sein. Aus den verschiedenen Erzählfacetten und Perspektiven fügt sich der gesamte Kosmos der Schwestern.

U.A. 23.3. 2006 i-camp, München

pressestimmen

„Sasameyuki – die Schwestern Makioka“« Karl Valentin fährt nach Japan, riecht einen zu viel an der Kirschblüte und verfällt dadurch in Melancholie: Das gibt Ihnen zwar noch längst keinen Begriff, aber doch immerhin die Stimmung von « Sasameyuki – Die Schwestern Makioka »,( …). … schillert dieser Abend in vielen Brechungen raffiniert zwischen den Genres, Perspektiven und Stimmungen. »

Münchner Tageszeitung, Rolf May, 25.3.2006

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produktionsdetails

judith huber (performerin)

lebt als freischaffende Schauspielerin in München. Engagements u.a. bei SPIELART München, in Zürich (Schauspielhaus), Hamburg (Kampnagel, Kammerspiele), Berlin (Barracke, DT, Sophiensaele) und Nürnberg. Mit der Produktion „Sitzen in Hamburg“ (Regie: Christiane Pohle) war Judith Huber Preisträgerin des Impulse-Festivals.

marianne kirch (performerin)

lebt als freischaffende Sängerin und Performerin in Brüssel und München. Konzerttätigkeit im In- und Ausland mit zeitgenössischer und mittelalterlicher Musik (ADEvantgard, München; Spittalfields, London; Baalbek, Libanon; u.a.). Seit 2002 entwickelt M. K. Soundscapes für Performance und Tanztheater. Seit 2006 Beschäftigung mit improvisierter Musik und Musik über Netzwerke (Netzmusik).

eva löbau (performerin)

Schauspielstudium am Max - Reinhardt - Seminar Wien. Danach 2 Jahre Stadttheater. Seit 1999 freiberuflich. Gast - Engagements unter anderen am Schauspiel Hannover, Stadttheater Basel, Tif Dresden. Außerdem einige Produktionen auf Kampnagel in Hamburg. Für die Hauptrolle in ihrem ersten Film „Der Wald vor lauter Bäumen“ (2003) von Maren Ade wurde Eva Löbau 2005 auf dem Buenos Aires – Festival del Cine Independente ausgezeichnet. Eva Löbau lebt in Berlin und München.

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taiji tanaka (darsteller)

toyomi suzuki (darsteller und musiker)

http://www.br-online.de

fumio yasui (darsteller)

markus grob (raum)

In Bern aufgewachsen, in Zürich Architekturstudium abgeschlossen, in Wien gearbeitet, 1997 an die Akademie Schloss Solitude Stuttgart und 1998 nach Karlsruhe an die staatlichen Hochschule für Gestaltung als Professor für Architektur berufen. Seit 2001 für die Bühneninstallationen der Bairishen Geisha verantwortlich. Lebt und arbeitet in Karlsruhe und Zürich als Architekt und Autor.

detlev diehm (ausstattung)

Nach der Ausbildung zum Schneidermeister und Gewandmeister an der FH Armgartstraße in Hamburg studierte er Modedesign in Mailand.Seit 1996 arbeitet er als Modedesigner (Hugo Boss, Regent Handtailored). Seine Arbeit als Chefdesigner bei Regent Handtailored führte ihn 2001 zum ersten Mal nach Japan. Seit 2001 entwirft D.D. die Kostüme der Bairishen Geisha.

igor belaga (licht)

Georgij Belaga, geb. in Moskau. Beginnt seine “Licht-Arbeit” 1992 berliner Tempodrom, als es noch aus zwei echten Zirkuszelten bestand. Seit 1997 in der Lichtregie Bayerisches Staatsschauspiel. Seit 2001 auch als freier Lichtgestalter unterwegs.