Die Bairishe Geisha auf Spurensuche

Am Mittwoch, den 10. Juni begibt sich Die Bairishe Geisha auf eine doppelte Spurensuche.

Ab 19 Uhr führt Wulf Hein die Bairishe Geisha und ihre Gäste in die Geheimnisse der Archäotechnik ein. Dabei handelt es sich um ein Spezialgebiet der experimentellen Archäologie, das die Herstellung und Nutzung prähistorischer Werkzeuge erforscht. Wie lernten unsere prähistorischen Verwandten die Urkraft des Feuers zu beherrschen? Welche Werkzeuge nutzen sie? Schufen sie Kunst?

Im Bühnenbild der aktuellen Geisha-Produktion “Ik spek Menkenspak”  wird Wulf Hein Rekonstruktionen technischer Geräte und Instrumente aus Stein, Holz und Geweih, aber auch Kleidung und Musikinstrumente aus dem Alltag der Neandertaler präsentieren und mit interessierten Teilnehmern urmenschliche Geräte bauen.

Anschließend wird die Neandertaler-Sammlung von Muriel Nestler eröffnet. Die Künstlerin begleitet den Probenprozess von “Ik spek Menkenspak” mit einer begehbaren Installation. Diese dokumentiert und archiviert die Spuren und Artefakte, die bei der Spurensuche nach dem Neandertaler als scheinbare Nebenprodukte entstanden sind. Über die Zeitdauer der Forschungen häuft Nestler Erfundenes zu Gefundenem und materialisiert so die Biographien der Gestalten des Stücks. So wird es möglich, die Geistes -, Gedanken- und Erlebniswelt der Bewohner des Kunstpavillons zu erkunden.

ORT: Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten am Stachus, Sophienstr. 7a. 80333 München

BEGINN: 19 Uhr

EINTRITT: 8 Euro/ 5 Euro ermäßigt 

Die Bairishe Geisha lädt ein zur Vernissage

Für die neueste Geisha-Produktion “ik spek menkenspak” (Installation & Theaterstück über Neandertaler und Sackgassen) erhält das Innere des Kunstpavillons im Alten Botanischen Garten ein neues Gewand. Jörg Besser, Student der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München hat 350 qm Leinwand in szenische Prospekte verwandelt. Die Arbeiten des Künstlers wird im Rahmen einer feierlichen Vernissage am Samstag, den 6. Juni ab 19 Uhr erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und kann in den Wochen bis zur Premiere zu den regulären Öffnungszeiten des Kunstpavillons besichtigt werden.Die Geisha freut sich auf viele Besucher. 

Vernissage: Sa 6. Juni, 19.00 Uhr

Ausstellung/öffentliche Proben 8. - 19. Juni,  Di - Sa 13-19 Uhr / So 11-17 Uhr 

Die Bairishe Geisha zeigt “ik spek menkenspak”

ik spek menkenspak

Premiere: Sa 20. Juni, 21.30 Uhr

Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten am Stachus

 

“ik spek menkenspak”

 

Installation und Theaterstück

 

Eva Löbau, die Mutter der Bairishen Geisha sitzt im Kunstpavillon und mistet aus. Ihre beiden Töchter wollen nicht mehr mit ihr im Trio arbeiten, deswegen ist sie jetzt Solo. Auf Druck des Arbeitsamtes soll sie Urmenschen-Darstellerin im Museum für Mensch und Natur werden. Das deckt sich mit ihrer Vorstellung einer gescheiterten Existenz.

Doch die berufliche Niederlage wird zum befreienden Neuanfang: Erdverbunden, reinen Ursprungs will sie sich jetzt ganz ernsthaft als Neandertaler neu erfinden.

 

Aber dann ist da der Andere, der stört.

 

Ein Stück über Neandertaler und Sackgassen und Neandertalerdarsteller in Sackgassen.

 

von und mit Eva Löbau, Martin Clausen, Judith Huber

Dramaturgie: Charlotte Pfeifer

Szenographie: Markus Grob

Kostüme: Detlev Diehm,

Musik: Pascal Fuhlbrügge

Masken & Artefakte: Muriel Nestler

Licht: Igor Belaga, Hannes Gambeck,

Film: Nikolai von Graevenitz / Sonja Heiss,

Filmdarstellerinnen: Amelie Bromm, Anna Stiglbrunner

Foto: Daniel Kraus

Produktion/Redaktion: Katrin Dollinger

Presse: Christiane Pfau

 

Premiere: Sa 20. Juni 2009, 21.30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

So 21., Mi 24., Do 25., Fr 26., Sa 27. Juni,

Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten am Stachus

Sophienstr. 7a, 80333 München

 

Öffentliche Proben des Stücks:

8.-19. Juni, Di.-Sa. 13:00-19:00 Uhr, So. 11:00-17:00 Uhr

 

Vorprogramm:

 

Samstag, 6. Juni, 19:00 Uhr

Vernissage Jörg Besser: szenische Prospekte

Der Künstler studiert an der Akademie der Bildenden Künste München in der Malereiklasse von Prof. Anke Doberauer und besuchte zuvor auch die Bühnenbildklasse von Prof. Ezio Toffolutti. Hier zeigt er »Höhlenmalerei« auf 350 m².

 

Mittwoch, 10. Juni, 19:00 Uhr Eintritt: 5€ / 8€

Archäotechnische Aktion von Wulf Hein / Präsentation Neandertaler-Sammlung von Muriel Nestler

Wulf Hein ist Experte auf dem Gebiet der experimentellen Archäologie. Unter seinen Rekonstruktionen (prä)historischer Gegenstände finden sich vor allem technische Werkzeuge und Instrumenten aus Stein, Holz und Geweih, aber auch Kleidung und Musikinstrumente, die die Vorfahren der Menschen zu nutzen wussten.

Im Kunstpavillon wird Hein die Besucher in die technische Welt der Neandertaler entführen. Wie lernten unsere prähistorischen Verwandten die Urkraft des Feuers zu beherrschen? Welche Werkzeuge nutzen sie? Schufen sie Kunst?

 

Die Künstlerin Muriel Nestler begleitet die Produktion „ik spek menkenspak“ der Bairishen Geisha als Spezialistin der Neandertaler - Sammlung. Die Spurensuche nach dem Neandertaler produziert gleichzeitig neue Spuren, die wiederum archiviert werden. Über die Zeitdauer der Forschungen häuft Nestler Erfundenes zu Gefundenem und materialisiert so die Biographien der Gestalten des Stücks. Die Installation der Sammlung lädt ein, die Geistes -, Gedanken- und Erlebniswelt der Bewohner des Kunstpavillons zu erkunden.

 

Mittwoch, 17. Juni, 19:00 Uhr Eintritt: 5€ / 8€

Lecture Performance von Andreas L. Hofbauer: Über Zeugen und Zucht. Höhlenbilder

Höhlen und Ateliers haben einiges gemeinsam. Materialisierte Träume quälen sich durch ihre Nahtstellen ans Licht. Anderes wieder will sich durch diese Engpässe zurück ins Dunkel verflüchtigen. Das interessiert die Psychogeografie. Ja es könnte gar scheinen, als sei noch die „Himmelswölbung das Inn’re eines ungeheuren Schädels und wir darin seine Grillen!“ (Grabbe)

Merkwürdigen Funden ist also nachzugehen. Adolf Hitler zum Beispiel schätzte das Portrait seines Schädels nicht, den Josef Thorak in Bronze goss. Letzterer meinte dazu später: „Er hat die mangelnde Ähnlichkeit gerügt. Aber ich bin kein Porträtist. Ich habe sie künstlerisch geformt und die Charaktermerkmale des Kopfes hervorgehoben. Das waren die Kauwerkzeuge.“

 

 

Mehr Infos unter menkenspak.blogspot.com

 

“ik spek menkenspak” ist eine Produktion der Neandertaler GbR, Eva Löbau u.a.

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat, des Museums für Mensch und Natur, München und der Hans-Sauer-Stiftung.In Kooperation mit dem Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten und PATHOS transport theater, München. Dank an die Firma Büchele & Götzenberger.

 

 

 

 

Die Bairishe Geisha auf YouTube

Den Trailer zu “Das Zimmer der verlorenen Bedeutung” kann man ab sofort bei YouTube bewundern:

http://www.youtube.com/watch?v=prnjLQdLeGU&fmt=18 

Das Zimmer der verlorenen Bedeutung

zimmer.jpg

Die Bairishe Geisha
DAS ZIMMER DER VERLORENEN BEDEUTUNG

Regie: Eva Löbau
Konzept: Judith Huber und Eva Löbau
Text: Katja Hensel, Judith Huber, Eva Löbau
Choreographie: Anna Holter
Bühne: Markus Grob
Objekte: Raimund Ritz, Johannes Brunner
Video: Wolfgang Leitner
Licht: Igor Belaga
Ton: Hannes Gambeck
Kostüm: Detlev Diehm, Anett Pohl
Musik: Raimund Ritz
Performance: Judith Huber, Stefan Kastner, Josef Schmid,
Amelie Bromm, Anna Stiglbrunner
Produktion: Katrin Dollinger

Die Bairishe Geisha kehrt mit einem großen Soloabend auf die Bühne zurück. Mutter und Schwester sind ihr abhanden gekommen, und so kreisen ihre Gedanke um Situationen, Gegenstände, Sätze, in deren Zentrum etwas Verlorengegangenes steht. Um Dinge, Fähigkeiten und Künste, die keine Bedeutung mehr haben. Und um ihren eigenen Ursprung.
In traumhaften Bildern erzählt der Abend die Autobiographie einer Kunstfigur und beschäftigt sich mit dem Verhältnis einer Künstlerin zu ihrer Schöpfung. „Das Zimmer der verlorenen Bedeutung” ist die erste Zusammenarbeit zwischen der Bairishen Geisha und dem Münchner Künstlerduo Johannes Brunner und Raimund Ritz.

PREMIERE: Samstag, 7. März 2009, 19:30 Uhr
Schwere Reiter. Dachauerstr. 114. München

Weitere Vorstellungen:
So 8., Mi 11., Do 12., Fr 13., Sa 14. März 2009
Beginn: jeweils 19:30 Uhr
Ort: Schwere Reiter. Dachauerstr. 114. 80636 München.

Wiederaufnahme im Rahmen des TRANSPORT>festivals

So. 17. Mai und Di. 19. Mai 2009 19:30 Uhr
Schwere Reiter. Dachauerstr. 114. 80636 München

Eintritt: 15 Euro. 10 Euro ermäßigt.

Karten: Tel.: 089.32210000. post(at)katrin-dollinger.de

Pressestimmen:

“Mit ‘Das Zimmer der verlorenen Bedeutung’ stellt Judith Huber vom Trio Bairishe Geisha, dieser schillernden Orchidee der Münchner Theaterszene, den zweiten von drei Soloabenden des Ensembles vor. Als habe sie in den Truhen auf dem Dachboden gewühlt, in denen die Schätze, Wunsch- und Albträume der Kindheit vergraben liegen, breitet sie ein Kunterbunt an Fundstücken und funkelnden Splittern aus. Aus einer barocken Fülle an Geschichten bastelt sie eine Performance von oft hinreißender Komik, reich an berückend-beglückenden Momenten, in denen die Absurdität des frühen Achternbusch mit mädchenhafter Leichtfüßigkeit Pirouetten dreht.”

Petra Hallmayer, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, 9. März 2009

“Futter für die Fantasie”

Barbara Welter, tz, 9. März 2009

Brotsponsor: Rischart

logo-rischart.jpg

lost in … the rooms of lost meanings

 

 

« Between languages there has to be a big divide into wich all  words  plunge. » 

(Yoko Tawada) 

 

In a mysterious way every day in the course of translation meanings 

dissapear in astronomic number, which then gather in a no mans land 

between the languages. Anything that can not be conveyed, or 

transported, that is unable to find a new (linguistic) home, anything that 

has not yet or can no longer be understood, in that no mans land leads a 

dark shadowy life of its own. 

 

There is an access to this twighlight world: the rooms of lost meanings. 

Die Bairishe Geisha will lead you there. 

 

 

 

Die Bairishe Geisha and the trilogy « Lost in … »  

 

Die Bairishe Geisha is a performance group based in Munich. Since 1998 the 

performers Judith Huber, Marianne Kirch and Eva Löbau  have been putting up 

pieces and interventions collectively, musical evenings cherished for their erratic 

build-up, full of anarchy and ritual.  

 

The group is funded by the city of Munich since 2001. Invitations to venues such 

as the Münchner Kammerspiele, the fringe of the Opernfestspiele München, 

Kampnagel Hamburg and others soon followed. Since, the ensemble has created 

more than a dozen pieces and theatrical interventions, some of which 

immediately reached cult status : « Stüberl – Entrances to Hell » or « Einkehr im 

Schrein », the Bairishe Geisha’s « nocturnes », closing each of the 17 SpielArt 

2005 Festival’s days.  

In 2007 Die Bairishe Geisha has been invited to « Festival Impulse ». Currently 

the ensemble is working on a long term project, working title : « Lost in … Die 

Zimmer der verlorenen Bedeutungen » (2007 - 2009). 

 

 

 

For the trilogy « Lost in … » each one of the three teahouseladies will open the 

door to her room of lost meanings. Devote herself to the uncertainty and to the 

subtle nuances between « getting lost », « disappear » and « dwine away ».  

 

The production of « Lost in … the rooms of lost interpretations » will consist of 

three evenings, of three rooms. As in the rooms of a mysterious hotel, the single 

rooms of the Bavarian Geisha are connected with each other by concealed doors. 

Something that what in one « room » appears to be the main theme, is 

encountered by the spectator  in the next room as a variation. Features of the 

stage settings create equally crossreferences as well as guestappearances by 

important stage figures. Thus comes about a hotel of lost meanings, which the 

Bavarian Geisha together with her guests will inhabit. 

 

The hotel of lost meanings is planned for the 2008/2009 season in Munich the 

home of the Geisha and in Brüssel, the home of translation. 

 

Die Bairishe Geisha bereitet die Projektreihe “Lost in …” vor

„Lost in…” Die Zimmer der verlorenen Bedeutungen.

„Es muss zwischen Sprachen eine Kluft geben, in die alle Worte hineinstürzen.” (Yoko Tawada)

Auf geheimnisvolle Weise verschwinden täglich beim Übersetzen Bedeutungen in astronomischer Zahl, die sich in einem Niemandsland zwischen den Sprachen sammeln. Alles, was nicht übertragen, hinübergetragen werden kann, was keine neue (Sprach)-Heimat findet, alles, was noch nicht - oder nicht mehr - verstanden wird führt hier notgedrungen ein dunkel verschattetes Eigenleben.

In dieses Zwischenreich wird sich jede der drei Teehaus-Damen begeben und die Tür zu ihrem Zimmer der verlorenen Bedeutungen öffnen. Sie wird sich dem Ungewissen widmen, den feinen Nuancen zwischen „Abhandenkommen”, „Entweichen” und „Verlöschen”. Wie jeder weiß, der sich schon einmal allein im Dunklen verlaufen hat, sind in diesem Zustand alle Sinne besonders geschärft.

Die Produktion „Lost in … die Zimmer der verlorenen Bedeutungen” wird aus drei Abenden bestehen, drei Zimmern. Wie die Zimmer eines wundersamen Hotels, so sind auch die „Einzelzimmer” der Bairishen Geisha durch Tapetentüren miteinander verbunden: Was in einem Stück als Thema auftaucht, begegnet dem Zuschauer im nächsten als Variation. Elemente des Bühnenbilds schaffen ebenso Querverweise wie Gastauftritte wichtiger Bühnenfiguren. So entsteht ein „Hotel der verlorenen Bedeutungen”, das Die Bairishe Geisha gemeinsam mit ihren Gästen bewohnen wird.

Das Hotel der verlorenen Bedeutungen ist für die Saison 2008/2009 in München, dem Heimatort der Geisha, und in Brüssel, der Heimat der Übersetzung, geplant.

Die Bairishe Geisha ist für dieses Projekt noch auf der Suche nach Coproduzenten.