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Die Bairishe Geisha wird 21!


Schwierigkeiten beim Verständnis

Foto: Jones Seitz

Die Bairishe Geisha, Performance-Kollektiv und urbane Mythengestalt, kam im Jahr 2000 in München auf die Welt. Nun ist sie volljährig.

Das ist für Judith Huber und Eva Löbau, die unter dem Label seit 21 Jahren zusammenarbeiten, ein Grund zu fragen: Was bleibt vom eigenen Werk, was kann weg? Sich ans Theater zu erinnern, heißt dem eigenen Altern zu begegnen. Und wer weiß, ob das Werk dem „test of time“ standhält. Aus diesem Grund stellt Die Bairishe Geisha ihr Werk jungen Nachwuchs-Künstler:innen zur Verfügung und sich selbst die Frage: Wie soll man altern als Künstlerin, als Frau, als Mensch? Dabei orientieren Huber und Löbau sich an der japanischen Erzählung: „Schwierigkeiten beim Verständnis der Narayama- Lieder“. Das Buch schildert eine prekäre Dorfgemeinschaft, in der die 70-Jährigen zum Berg Narayama pilgern (müssen), von wo sie nicht mehr zurückkehren. Die Bairishe Geisha unternimmt gemeinsam mit der Filmemacherin Nina Wesemann, der Musikerin Renu Hossain und dem Musiker Pascal Fuhlbrügge eine Pilgerreise, und auch sie lassen etwas auf dem Berg zurück: toxische Verhaltensweisen, alte Narrative, Gewohnheiten.

 

Die viertägige Jubiläumsveranstaltung ist ein Traum von Solidarität über Altersgrenzen hinaus. Die verschiedenen Generationen sind eingeladen, voneinander zu lernen – ohne ungebetene Belehrungen. Als Gastgeberin hat Die Bairishe Geisha viel Erfahrung: Sie hat für 100 Gäste Knödel gekocht, eine Hochzeitsparty bis zum bitteren Ende am Würstelgrill durchgestanden und einen Exil-Fanclub von Dynamo Dresden als Darsteller zu einem Passionsspiel mit Hühnersuppe eingeladen. Also kann davon ausgegangen werden, dass der 21. Geburtstag (auch in Zeiten der Pandemie) ein Fest wird.

Künstlerische Gesamtleitung und Performance: Judith Huber & Eva Löbau

 

Kreative Produktionsleitung + Geschäftsführung: Martina Neu

Künstlerische Gäste: Lara Luna Wojtkowiak, Meine Wunschdomain, Pasta Parisa Film: Nina Wesemann Sound: Renu Hossain, Pascal Fuhlbrügge Bühnenbild: Marcus Grob Kostüm: Detlev Diehm Lichtdesign & Technik: Johannes Horras Regieassistenz: Eva Forler

 

 

Pilgerreise in Form eines Techno Drifts

Beginn jeweils 20 Uhr,

Treffpunkt: Wendeschleife Olympiapark Süd, Ackermannstrasse (Nähe Schwere Reiter Straße)

Anfahrt: Tram 12, Bus 53 (Infanteriestraße), Tram 20, 21 (Leonrodplatz)

Tickets: 17 Euro/ erm. 10 Euro

Anschließend im schwere reiter:

Installation und Raststätte

Ca. 21:15 bis 23 Uhr

 

27. Juni, 11:00 Uhr

Matinee, Lesung des Romans „Schwierigkeiten beim Verständnis der Narayama Lieder“ von Shichiro Fukazawa.

 

Vom 18. bis 22. Juni werden historische Arbeiten der Bairishen Geisha in einem moderierten Streaming-Format auf dem YouTube Kanal der Bairishen Geisha zu sehen sein.

Mit freundlicher Unterstützung der: